März 2019

Neue Perspektiven mit Arigpressin und Landiolol – ISICEM 2019
ISICEM Brussels Belgium
Amomed’s Symposium on Acute Atrial Fibrillation: New Perspectives with Argipressin and Landiolol

 

Das 39. Internationale Symposium für Intensiv- und Notfallmedizin (ISICEM) zog mehr als 6.200 Besucher aus aller Welt vom 19.-22. März nach Brüssel und diente als Forum um Informationen zu den neuesten Entwicklungen auf dem Gebiet zu verbreiten.

AMOMED nutzte die Gelegenheit des Zusammenkommens dieser Vielzahl an Experten in Belgien und lud Teilnehmer zu zwei Spezialveranstaltungen, die sich beide um das Thema Neue Perspektiven mit Argipressin und Landiolol drehten.

 

 

ISICEM 2019 in Brussels

Was sagen die Experten zu Argipressin und Landiolol?

 

Zuerst gab es eine interaktive Meet-the-Expert-Session mit zwei Spezialisten, die ihre Expertise für Fragen aus dem Publikum zur Verfügung stellten:

  • Dr. Heinrich Groesdonk (Deutschland): Argipressin im vasodilatorischen Schock-Macht es einen Unterschied?
  • Anna Vachulová (Slowakei): Landiolol-Präzision mit höchster Kardioselektivität

 

Prof. Groesdonk startete seinen Vortrag mit einer Präsentation zu Vasoplegietherapie und erklärte, dass das Ziel dieser Therapie eine optimale Zufuhr von Sauerstoff zu den Organen sei. Er betonte, dass es entscheidend ist den richtigen Patienten – der der am meisten von Argipressin profitiert – zu identifizieren. Im Anschluss gab es viele Fragen, die auf das große Interesse zu diesem Thema hindeuten.

 

Dr. Vachulová, eine Kardiologin und Spezialistin im Bereich des Herzversagens, unterstrich die Wichtigkeit von Herzfrequenzkontrolle mit Hinblick auf die Rolle und Vorteile von Betablockern in der kardiovaskulären Behandlung. Sie wies darauf hin, dass sie die Situation jedes Patienten einzeln betrachtet und Landiolol bei geeigneten Patienten zum angemessenen Zeitpunkt im Zusammenhang einer präzisen Individualtherapie einsetzt.

 

 

Akutes Vorhofflimmern: Was funktioniert?

 

Weiters gab es ein Symposium rund um Akutes Vorhofflimmern, dessen Vorsitz Prof. Mervyn Singer (Großbritannien) übernahm, mit zwei weiteren international anerkannten Fachärzten die zur Belastung von Vorhofflimmern (VF) für Patienten im kritischen Zustand in der postoperativen Phase und während Sepsis und neuen Therapieansätzen dazu vortrugen:

  • Ludhmila Hajjar (Brasilien): Vasopressoren: Spielt es eine Rolle welche wir nehmen?
  • Matej Podbregar (Slowenien): Behandlung und Prävention von akutem Vorhofflimmern: Beta-Blockade, ein Schritt weiter

 

Dr. Hajjar legte den Schwerpunkt ihres Vortrags auf die Prävention und Behandlung von akutem Vorhofflimmern aufgrund eines septischen oder vasoplegischen Schocks mit Betonung auf den Einsatz von Vasopressoren. Sie thematisierte die Ergebnisse einer systematischen Prüfung und Metaanalyse der Assoziierung von Vasopressin (Argipressin) plus Katecholaminvasopressoren im Vergleich zu nur Katecholaminen in den Patienten.

Das Ergebnis zeigte, dass Vasopressin mit einem reduzierten Auftreten von VF im vasodilatorischen Schock assoziiert ist. „Wir beobachten in meiner Arbeit, dass eine Kontrolle der Herzfrequenz schneller mit Vasopressin in diesen Patienten erreicht wird.“

 

Prof. Podbregar wies auf die Risikofaktoren für die Entwicklung von VF während des Aufenthalts in der Notaufnahme hin. Diese sind wie folgt:

  • Patienten älter als 65 Jahre
  • arterielle Hypertonie
  • links arterielle Dilatation und diastolische Dysfunktion
  • systemisches inflammatorisches Response-Syndrom
  • Sepsis
  • Hypovolämie
  • Elektrolyt-Störungen
  • Inotrope- und Vasopressorbehandlung

 

“Inzidenz von VF in der komplexen Herzchirurgie ist bis zu 60% nachgewiesen, insbesondere nach dem postoperativen Absetzen von Betablockern.” Er hob die Wichtigkeit des Einsatzes von Betablocker hervor, da die neuen ESC-Richtlinien (European Society of Cardiology) und die EACTA-Richtlinien (European Association for Cardiothoracic Anesthesiology) zum Einsatz dieser Mittel als erste Wahl von Medikamenten bei VF-Behandlungen in hämodynamisch stabilen Patienten rät.

 

Quelle: ISICEM News, 20. März 2019

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Amomed at ISICEM

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